Hilfe für Indien

Seit 1999 besteht eine enge Partnerschaft zur UCIM der südindischen Nethanja-Kirche. Durch die Freundschaft mit Bischof Dr. Singh Komanapalli konnte schon viel an Partnerschaft wahr werden. So finden regelmäßig gegenseitige Besuche statt.

2016 war wieder eine Team aus Indien in der Kirchengemeinde Risum-Lindholm zu Gast. Betreut vom Indien-Team der Kirchengemeinde und den Teilnehmerinnen des letzten Partnerschaftsbesuches in Indien. Es war wieder einmal eine sehr intensive Zeit miteinander. Die drei Wochen hatten jeweils verschiedene Schwerpunkte: Verantwortung für die Schöpfung durch alternative Energien, Lebenswirklichkeit in Deutschland vom Kindergarten bis zum Hospiz und die Wahrnehmung und Integration von Menschen mit Behinderungen. Dazu einige Bilder unter Besuch in Deutschland.

Durch viele Unterstützer und großem Eigeneinsatz von Teilnehmern der Begegnungsreisen konnten im Laufe der Zeit einige Projekte zur Selbsthilfe unterstützt und verwirklicht werden. Angefangen hat alles mit unserer Idee zum Aufbau einer kleinen Milchfarm, um so die Versorgung des Zentrums mit Kinderheimen und Bibelschule durch Joghurt und Milch zu verbessern. Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch Unzuverlässigkeit der beauftragten Personen ist es uns nun endlich gelungen einen kleinen Hof mit Wasserbüffeln zur Milcherzeugung wahr werden zu lassen. Der neue Stall steht und die Bewirtschaftung erfolgt durch zuverlässige ehemalige Dahlits. Bei unserem letzten Besuch im Februar 2016 stellte der verantwortliche Bauer ganz stolz mir seine Tochter vor, die nun zur Highschool gehen kann. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber möglich geworden durch die Arbeit und Freiheit, die unser Milchstall ihm bietet.

 

Auf Wunsch von Bischof Singh kam ein kleiner Hähnchenmastbetrieb dazu, der sehr erfolgreich funktionierte bis der Wirbelsturm Hud-Hud 2014 die Ställe zerstörte. Jetzt aber sind sie wieder aufgebaut und über 3000 Küken können wieder groß gezogen werden bis siie verkauft und ihr Fleisch den Speiseplan des Zentrums bereichert. Unser Ziel ist es in der nächsten Zeit beide Betriebe noch auszubauen, denn der Bedarf an Nahrungsmitteln ist weiterhin groß. Gleichzeitig geben wir damit weiteren Dahlitfamilien ein gesichertes Ein- und Auskommen.

 

 Nachdem wir uns in der Vergangenheit an der Unterstützung der Kinderheime, dem Aufbau eines Kinderheimes für Bondakinder (einem Urstamm in den nahen Bergen), der Verwirklichung eines Heimes für Witwen und alte Menschen beteiligt haben, konnte 2010 ein neues Heim für Kinder aus den Slums deren Eltern an Aids erkrankt oder verstorben sind durch uns eröffnet werden. 30 Spender sorgen mit ihrem monatlichen Beitrag von 30 Euro dafür, dass ebenso viele Kinder hier ein neues Zu Hause gefunden haben, sie Essen, Bekleidung bekommen und ihnen der Schulbesuch ermöglicht wird. Auch hier macht mich sehr froh, dass die ersten beiden Mädchen, die von Anfang an dabei waren jetzt zur Highschool gehen können und so den Sprung in eine gute Zukunft geschafft haben.

            

 Seit einigen Jahren versuchen wir durch den Ausbau der Nutzung von Solarenergie Finanzmittel langfristig einzusparen. Einerseits wird durch Fotovoltaikanlagen Strom gewonnen, der hilft, die Kosten für Elektrizität zu reduzieren und anderseits wird durch die Nutzung der Sonne Wasser erwärmt, so dass zur Bereitung des Essens für so viele Menschen Holz und Gas in reduzierter Menge eingekauft werden muss. Dadurch wird die Umwelt und das Portmonee geschont. Beide Solaranlagen führen zu einer nachhaltigen Entlastung des Haushalts. Im Frühjahr diesen Jahres konnten wir die ersten von zwei jeweils 15 kw bringenden Solaranlagen einweihen. Wir hoffen noch in diesem Jahr auch die zweite Wirklichkeit werden zu lassen, so dass Singh mit seinem Zentrum pro Monat etwa 1000 € an Stromkosten spart. Geld was ihm dann hilft die geringer werdende Unterstützung aus Deutschland aufzufangen.

    

 

Wenn Sie selbst Lust haben diese Partnerschaft zu unterstützen, schauen Sie unter Indienspenden.